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Entwürfe für die Zukunft der Metropole

2013: IBA Hamburg

Situation

Ort des Geschehens sind die Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel sowie der Harburger Binnenhafen. Hier konzentrieren sich Konflikte und Chancen der Globalisierung stärker als anderswo, denn Wilhelmsburg ist wie kaum ein anderer Ort in Hamburg von starken Gegensätzen geprägt. Nur sieben S-Bahn-Minuten vom Hauptbahnhof entfernt treffen Industrie, Stadt und Hafen auf Marschland, Naturschutzgebiete und Wasser. Zusätzlich durchtrennen zahlreiche Verkehrstrassen das 28 km2 große IBA-Gebiet, in dem etwa 55.000 Menschen aus über 40 Nationen leben.

Themen

An diesen Bruchstellen entwirft die IBA Hamburg neue Möglichkeiten für die Metropole. Hier können Spannungen der Stadtgesellschaft ihre Reibungskraft positiv entfalten – damit die Großstadt weiterhin ein lebenswerter Ort voller Innovation für alle bleibt. Die Metropole – sie ist Schnittpunkt internationaler Kulturen und globaler Warenströme, Ort der Freiheit, der Möglichkeiten, aber auch der Gegensätze. Hier verdichten sich die drängenden Fragen unserer Zeit. Die IBA Hamburg sucht nach beispielhaften Antworten auf diese Fragen – für städtebauliche Probleme, die städtische Ökonomie sowie für das soziale und kulturelle Miteinander in der Metropole. Gesucht werden Lösungen, die Impulse für die Planungs- und Baukultur setzen. Im Zentrum stehen zentrale Fragen der Metropolenentwicklung. Mit gebauten Beispielen, sozialen und kulturellen Projekten, Veranstaltungen, Dialogen und Publikationen macht sich die IBA auf die Suche nach Entwürfen für die Zukunft der Metropole. Dabei folgt die IBA Hamburg drei Leitthemen:

1. STADT IM KLIMAWANDEL

Wachstum im Einklang mit der Umwelt: Wie kann eine Metropole ihren Bedarf an Energie und Komfort befriedigen und dennoch die natürlichen Ressourcen schonen?

2. KOSMOPOLIS

Aus Vielfalt Stärke machen: Wie kann eine immer internationaler werdende Stadtgesellschaft mit ihren Potenzialen, aber auch Spannungen optimal umgehen?

3. METROZONEN

Neue Stadt in der Stadt bauen:
Welche städtebaulichen Möglichkeiten stecken in den Grenz- und Übergangsorten der Metropole?

Struktur

Um die Kräfte der Metropole zu bündeln, hat die IBA Hamburg ein echtes Novum eingeführt: die IBA-Konvention. Ein neuartiger Stadtvertrag aktiviert bürgerschaftliches Engagement. Erstmals in der Geschichte der Bauausstellungen haben sich die wichtigen Akteure der Stadt gemeinsam auf die Ziele der IBA Hamburg festgelegt. Dies wird mit den eng abgestimmten Planungen der parallel stattfindende internationalen gartenschau igs 2013 noch weiter unterstützt. Ein Kuratorium aus sieben internationalen Wissenschaftlern sichert zusätzlich die Exzellenz der IBA-Projekte. Ein Bürgerbeteiligungsgremium begleitet
den Prozess intensiv, wirkt als Multiplikator und sorgt für die nötige Bodenhaftung.


Mehr Informationen

Text- und Bildveröffentlichung auf Basis der Ausstellungsbroschüre "IBA meets IBA" mit freundlicher Genehmigung des M:AI Museums für Architektur und Ingenieurkunst des Landes Nordrhein-Westfalen und der IBA Hamburg.
Bild: Freie Hansestadt Hamburg

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letzte Änderungen: 13.4.2010 16:27

IBA-Memorandum

Das IBA-Netzwerk hat ein Memorandum zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen erarbeitet, dass die Qualität zukünftiger IBAs sichern soll. mehr